Internat. CODE

  WHAres 33.32

 WHAres 34.22

 WHAres 35.26 

  WHAres 37.30

WHAres 39.28

WHAres 41.11

 WHAres 43.3

 WHAres 45.34

WHAres 47.5 

 WHAres 49.15

WHAres 54.2 

WHA RESOLUTION 46.7

Fächerübergreifende Rahmenbedingungen für internationale und nationale Maßnahmen

Nach mehr als zwei Jahren ausgiebiger Vorbereitungsarbeiten von Regierungen und ihren internationalen Organisationen WHO und FAO versammelte sich die Internationale Konferenz zu Ernährung (ICN, Rom, 1992). Durch diesen Prozeß wurden als Grundlage für konzertierte nationale und internationale Maßnahmen die hauptsächlichen Erscheinungsformen von Fehlernährung thematisiert, ihre vielfältigen Ursachen und beitragenden Faktoren benannt und Strategien und Verantwortlichkeiten für die Verringerung von Mangelernährung nachgewiesen.

Die Weltdeklaration und der Aktionsplan für Ernährung, welche die Regierungen der Welt während der ICN-Sitzung beschlossen, benennt neun Ziele und neun Strategien als globale vorrangige Aktionsbereiche für Ernährung.
Die Weltgesundheitsversammlung hat daraufhin diese Ziele und Strategien in ihrer Gesamtheit bekräftigt (Resolution WHA 46.7).
Die Weltdeklaration und der Aktionsplan charakterisieren die vielfältigen Zusammenhänge und die Form aller Arten von Mangelernährung sowie die fächerübergreifenden, multi-programmatischen Strategien und Verantwortlichkeiten der Regierungen und der
internationalen Gemeinschaft für die Verringerung und Abschaffung von Mangelernährung. Gleichzeitig bilden die Ziele und Strategien ein stimmiges prioritäres Rahmenwerk, welches als eine Plattform dient, von der aus die eigenen, auf die Gesundheit abgestellten Ziele, Strategien und Aktivitäten der WHO wechselseitig verstärkt werden können.

Der Welternährungsgipfel (Rom, 1996) wiederholte und bekräftigte die Gültigkeit dieser Ziele und Strategien.

 

Weltdeklaration zu Ernährung
Neun Ziele

Als Grundlage für den Aktionsplan für Ernährung und Leitlinie für die Formulierung nationaler Aktionspläne, eingeschlossen die Entwicklung meßbarer Ziele und Zielvorstellungen innerhalb von Zeitrahmen,
wir [die Minister und Bevollmächtigten]

Geloben alle Anstrengungen zu unternehmen, um vor dem Ende dieser Dekade auszuschalten:

Hungersnot und das auf sie zurückzuführende Sterben.
Hungertod und ernährungsbedingte Mangelkrankheiten in Gemeinschaften, die von natürlichen oder menschengemachten Katastrophen betroffen wurden.
Jod- und Vitamin A-Mangel.

Wir geloben ebenso innerhalb dieser Dekade wesentlich zu reduzieren:

Hungertod und weitverbreiteten chronischen Hunger.
Unterernährung, speziell unter Kindern, Frauen und den Alten.
Weitere wichtige mikroernährungsbedingte Mängel, einschließlich Eisen.
Ernährungsbezogene übertragbare und nichtübertragbare Krankheiten.
Soziale und weitere Hemmnisse für das optimale Stillen.
Unzureichende sanitäre Einrichtungen und schlechte Hygiene, einschließlich unsauberem Trinkwasser.

 

Neun aktionsorientierte Strategien

Einbeziehung ernährungsspezifischer Zielvorstellungen, Überlegungen und Bestandteile in die Entwicklungspolitiken und -programme.
Verbesserung der häuslichen Nahrungsmittelsicherheit.
Schutz der Verbraucher durch verbesserte Nahrungsmittelqualität und -sicherheit.
Vorbeugung von und Umgang mit Infektionskrankheiten.
Förderung des Stillens.
Sorge um die sozioökonomisch Ausgeschlossenen und Nahrungsbedürftigen.
Vorbeugung und Kontrolle spezifischer Mikroernährungsmängel.
Förderung angemessener Ernährung und gesunder Lebensart.
Einschätzung, Analyse und Überwachung der Ernährungssituationen.